Das Stafetten-Tagebuch

Die Stafette 2013 miterleben - tagesaktuelle Berichte der Teilnehmer

7. Etappe - Wälder & Berge II

Freitag 26. Juli 2013

Ende der Etappe 7

Hessische Rhön und Vogelsberg (Wälder und Berge II) liegen hinter uns - jetzt sind wir in der Wetterau. Die letzten Kilometer reiten wie entlang des Limes und erreichen Kloster Arnsburg bei Lich gleichzeitig mit den Pferden der nächsten Etappe.

Hier sitzen die Wanderrittmeister Martin Hundgeburth und Herbert Fischer auf der Brücke zum Kloster und fachsimpeln.

Übergabe des Staffelholzes.

Rückblick auf Etappe 7

Wir waren ein super Team - und hatten Loretta (14), die wahrscheinlich jüngste Teilnehmerin der STAFETTE 2013 bei uns (hier ein Photo von vorgestern aus Herbstein), die alle Herausforderungen meisterlich bewältigte.

Unsere Pferde waren toll und tapfer im Kampf gegen Hitze und Bremsen. Kein Eisen ging verloren.

Wir wünschen den Reitern/Reiterinnen der Etappe 8 alles "Reiterglück" für die nächsten Tage.

Donnerstag 25. Juli 2013

Im "Berolina", Hessens größtem Achal Tekkiner Gestüt, beeindrucken uns die Pferde besonders durch ihre große Leistungsfähigkeit bei Distanzritten. Sancho, unser Schimmel, ist ganz besonders beeindruckt von einem der Hengste. Er tut seinen Abschiedsschmerz kilometerweit kund.

Der Rest des Teams ist reisefreudiger. Die Strecke heute geht größtenteils durch freundlichen Mischwald, die Wege erlauben den einen oder anderen Trab.

Trotzdem sind wir nicht schnell, legen Erfrischungspausen ein, Andreas pflückt im Vorbeireiten reife Marillen vom Baum (paradiesisch!) und entspannt erreichen wir das Quartier für heute Nacht "Hotel Tannenhof" in Gonterskirchen (Laubach).

Es ist leicht gewittrige Stimmung hier. Auf alle Fälle ist mit einem Wildschweinbraten zu rechnen.

Mittwoch 24. Juli 2013

Der Tag beginnt für unsere Pferde mit einem Besuch der Laufenten und Hühner unserer Gastgeber.

Wir essen deren Eier zum Frühstück und verlassen Großenlüder, nicht ohne uns mit Regenjacken ausgerüstet zu haben in der Hoffnung auf ein kühlendes Gewitter.

Zum Mittag erreichen wir Herbstein - östlich des Herzens von Hessen.

Das Team erreicht im allerletzten Moment vor absolutem Starkregen trocken und unversehrt das Achal-Tekkiner-Gestüt der Familie Rössler in Engelrod (Lauterbach/Vogelsberg).

Dienstag 23. Juli 2013

Am Vorabend servierte unsere Gastgeberin Ellen Sedelmayr mit Tafelspitz und Palatschinken die perfekte Reminiszenz an den Startpunkt der STAFETTE 2013 - Wien.

So gestärkt treten wir heute den Ritt um Fulda herum an.

Vorne, Mitte: Billy!

Das Team reitet bei Pfordt hinunter ins Fuldatal.

Überquert haben wir die Fulda bei Hartershausen.

Auch heute war der Ritt anspruchsvoll, vor allem wegen der Hitze und der Bremsen. Aber dank unseres Rittführers wartet wie stets am Abend gut organisierte Erholung auf Alle. Diesmal im Landhotel "Kleine Mühle" in Großenlüder.

Montag 22. Juli 2013

Wehmütig verabschieden wir uns von unserer dreitägigen Station "Fohlenweide" nicht ahnend, was uns heute Nachmittag erwartet.

Vor uns liegt der bislang heißeste Tag (30 Grad) und wieder eine lange Strecke Richtung Westen - wir müssen die Stadt Fulda umreiten.

Vorerst ein letzter Blick auf das Barockschloss Bieberstein.

Bei diesen Temperaturen nutzen wir natürlich jede Gelegenheit, den Pferden Wasser anzubieten. Hier das Team am Brunnen in Rimmels.

Ein letzter Blick zurück auf das Reitgebiet der letzten Tage - die Hessische Rhön.

Bei schier unglaublicher Hitze bewegen wir uns weiter hin zum Vogelsberg. Am frühen Nachmittag erreichen wir das malerische Anwesen unserer heutigen Unterkunft, "Romantisches Übernachten".

Hier warten auf Mensch und Pferd die notwendigen Erfrischungen.

Sonntag 21. Juli 2013

Bevor wir morgen wieder weiter Richtung Westen reiten, gönnen wir unseren Pferden einen weiteren eher ruhigen Tag. Wir machen eine längere Runde rund um "Fohlenweide".

Über die Höhen der Rhön.

Eselsbrunn - das Reckenthal der Rhön!

Auf dem Wege nach Eselsbrunn bestaunen wir die Holz-Schnittkunst der Poppelshausener Bildhauer Tage 2011 und fühlen uns an den Skulpturen Weg in Reckenthal erinnert.

Auf der Höhe machen wir Mittagsrast an der Jause Eselsbrunn, lassen die Pferde auf einer wunderbaren Wiese grasen und schauen hinüber zur Wasserkuppe.

Samstag 20. Juli 2013

Louisa-Marie's Geburtstag!!

Wechsel des Teams. Mit gemischten Gefühlen reitet das Team der Etappe 6 eine temporeiche, morgendliche Tour durch die landschaftliche Idylle rund um den Landgasthof "Fohlenweide". Die vielen heißen Kilometer der vergangenen Tage haben uns buchstäblich zusammengeschweißt.

Grund genug, die Etappe 7 optimistisch anzupacken und das neue Team zu begrüßen: seit heute Nachmittag sind Loretta, Petra, Ans-Barbara, Andreas und Billy mit am Start.

Zum Auftakt geht es mit dem neuen Team in schnellem Tempo hoch zum "Hochröhnring".

Unser Rittführer am Brunnen im Malerdorf Kleinsassen.

6. Etappe - Wälder & Berge I

Freitag 19. Juli 2013

Tann!

Wir erlebten einen unvergesslichen Abend auf dem Marktplatz von Tann. Heute Morgen ist es schon wieder so warm, dass wir unsere Pferde nochmals an eben diesem Brunnen trinken lassen, bevor wir aufbrechen.

Heute Morgen durchquerten wir die Altstadt von Tann auf dem Weg Richtung Westen. Das sollte aber für viele Stunden unser letzter Kontakt mit der "Zivilisation" gewesen sein.

Über die Höhen und durch die Täler der Rhön reiten wir bei schönstem Sommerwetter Richtung Hofbieber. Die abgemähten Heuwiesen betitelten geradezu um einen kontrollierten Galopp der Gruppe. Nach etwa 6 Reitstunden erreichen wir Fohlenweide.

Donnerstag 18. Juli 2013

Gut gestärkt von einem opulenten Frühstück im Hotel Sonnentau, machen wir uns auf, heute durch drei Bundesländer zu reiten: Bayern, Thüringen und Hessen.

Nach einem sportlichen Anstieg auf 830 Höhenmeter passieren wir die Rhöner Hochwiesen, kreuzen die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, reiten ein Stück des "Grünen Bandes", verlieren uns fast im Biosphären-Reservat Rhön und erreichen am Nachmittag das wunderhübsche, mittelalterliche Städtchen Tann in Hessen. Hier sitzen wir vor unserem Quartier "Zur Krone".

Wir schlendern durch die alten Gassen und besuchen das Schloss des Barons von Tann.

Zwischen Abendessen und Eisdiele schauen wir nochmals nach den Pferden (Horsemanship) und erwischen Campino beim Knacken des Wasserfasses.

Mittwoch 17. Juli 2013

Sommer, Sonne, Hochsommer

Vom Hotel Brückenmühle in Walldorf starten wir um 10:00 Uhr, wie jeden Tag in Richtung Westen. Viele Kilometer liegen vor uns in der hochsommerlichen Weite der Rhön. Die Einheimischen haben uns heute ein schnelles Fortkommen durch mutwilliges Absperren der öffentlichen Wanderwege durch Weidezäune erschwert. Erfindungsreich machten die Team-Mitglieder den Weg frei.

Hinter Bettenhaus folgten wir dem Herpft.

Wohlverdient nach vielen Stunden im Sattel genießen wir die Sauna und den Schwimmbadbereich des Hotels Sonnentau und natürlich den Blick auf Fladungen in Bayern.

Dienstag 16. Juli 2013

Nach schönen Stunden Thüringer Gastlichkeit im sommerlichen Garten der "Alten Schmiede" (inkl. köstlicher Klöße, einem bärenstarken Obstsalat, viel Wissenswertem über das alte Schmiedehandwerk, Rhön Bier und Rhöntropfen) holen wir die Pferde von ihrer Traumkoppel in die nicht allzu raue Wirklichkeit des Wanderreiteralltags zurück.

Wir verlassen die Höhen des Thüringer Waldes, überqueren die Werra und reiten direkt in die Arme der Theaterstadt Meiningen.

Nach einem Spaziergang mit Eis durch die Altstadt von Meiningen genießen wir bei Sonnenuntergang den Blick über das golden schimmernde Kornfeld und die italienische Küche des Hotels "Zur Brückenmühle". Wir freuen uns auf den nächsten Tag.

Montag 15. Juli 2013

Wir hatten ein grandioses Abendessen im "Cortina" mit italienischer Alpenküche ... u.a. Heublumen-Prosecco mit frischer Minze als Aperitif. Heute morgen ging es weiter mit einem großartigen Frühstück im Hotel Berghof. Kurz nach dem Start Ritten wir in die VIP-Arena des Ski-Zentrums Oberhof ein.

Die grandiose Aussicht des Thüringer Rennsteigs teilten wir mit Sommer-Ski-Skatern des Ski-Leistungszentrums Oberhof.

Im Haselbachtal durchquerten wir eine alpine Schlucht mit den Pferden und machten uns den Weg mit der Säge mehrfach frei.

Aus dem Tal wieder auf der Höhe - ein kleiner Getränke-Snack für die Pferde auf der Gänsewiese.

Jetzt sitzen wir auf der Terrasse des Hotels "Zur Alten Schmiede" in Viernau und genießen ein kühles Franken Bräu.

Sonntag 14. Juli 2013

Der Französische Nationalfeiertag führt uns von Crawinkel (520 ü. NN) nach Oberhof (825 ü. NN). Nach einer kühlen Nacht (8 C), die unsere Pferde hinter dem Hotel Falkenhorst auf einer saftigen Wiese verbracht haben, geht es im strahlenden Sonnenschein nach Südwesten.#

 

Wir steigen auf mit Blick hinunter ins Habichtstal.

Wir bewundern eine Thüringer Idylle in Frankenhain.

Der Thüringer Wald hat an diesem Sonntagmorgen die Erhabenheit einer Kathedrale.

Im Sandbachtal möchte sich ein freilaufendes Rind uns anschließen, aber wir reiten weiter. Im Ensebachtal passieren wir die Dorfstelle Lütsche, die bereits im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Über den Dörrkopf kommen wir zur Lütsche-Talsperre.

Zweihundert Höhenmeter später sitzen wir auf der Hotelterrasse in Oberhof, wo viele Skilegenden geschrieben wurden.

Samstag 13. Juli 2013

Das Team ist nach 5 Stunden Anfahrt gut gelaunt in Crawinkel am Fuße des Thüringer Waldes angekommen. Von links: Brigitte, Bert, Monika, Saskia, Laura, Martin und Roland. Nach einer ersten Runde durch das Naturschutzgebiet Erlenbacher Wald freuen wir uns erst einmal auf ein leckeres Abendessen, bevor es morgen weiter nach Oberhof geht.

4. & 5. Etappe - Anspannen bitte!

Zum ersten Mal auf einer Stafette der Akademie wird das Holz im Planwagen - gezogen von zwei Freibergern - transportiert.


Am 26.07.13 steigen Anne & Christoph Geipel mit ihrem Gespann wieder ein und machen den Tross für die achte und letzte Etappe von der Alten Klostermühle bei Lich zum Fest der Windrose auf dem Fischerhof.


Auf die Trosskutsche hat Herbert Fischer 74 Jahre gewartet.

Mit vier Rädern auf der Stafette der Wanderreiter! Nochmal ein kurzer Halt, Lagebesprechung und ein Fotoshooting und dann geht‘s los.

 

Tatsächlich haben wir übrigens fünf Räder, wir sind schließlich für alle Eventualitäten gerüstet. Und sollte das nicht reichen: die Ersatzräder liegen hier am Wegesrand.

 

Es ist unser erklärtes Ziel, so viel Zeit wie möglich unter Bäumen zu verbringen.

 

Böse Zungen behaupten übrigens, dass hinter dem Kutschbock ständig gegessen wurde. Nach langem Suchen haben wir jedoch noch ein Foto gefunden, das diese Behauptung widerlegt.

 

Denn zum Essen wird selbstverständlich und ordnungsgemäß eine großzügig bemessene Mittagspause gemacht.


Ausspannen - im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Selbst der größte Wald hat auch mal ein Ende. Aber die Landschaft bleibt wunderschön.

 

Und jeden Abend suchen wir uns - wenn irgend möglich - eine Wiese. Die schmeckt unserem Motor einfach besser als Kienäppel.

 

Wobei, nichts gegen Kienäppel. So ein Lagerfeuer zum Beispiel geht mit ihnen bedeutend besser an als ohne.

 

Es gibt Leistungsfutter mit einer gehörigen Prise Knoblauch - gegen die allgegenwärtigen Bremsen.

 

 

Ein paar Impressionen ... ganz ohne Worte. Was soll man dazu auch sagen?

 

Unser Zeltdorf: genug Platz für alle

 

Abends wird's meist arg spät.

 

Und morgens recht früh ...

 

Zu früh ...

 

Viel zu früh ...

 

Mehrere Tassen Kaffee rücken die Welt jedoch immer wieder gerade und weiter fahren wir.

 

Wir? Das sind Minette & Zeus (Motor)

 

Anne & Christoph (Piloten)

 

Jana (Hilfe in allen Lebenslagen)

 

Susann & Lorenz (frisch vermählt)

 

Und natürlich Rosa (begeisterter Sammler von Zecken - pardon - Blumen)

 

Und so fuhren sie dahin ...

 

Bis zum nächsten Mal?

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