Das Stafetten-Tagebuch

Die Stafette 2012 miterleben – tagesaktuelle Berichte der Teilnehmer

10. Etappe: Heidelberg – Renningen

Mittwoch, 22. August:

Nach den Gewittern der letzten Nacht sind die Temperaturen wieder angenehm. Wir reiten zum Weltkulturerbe Kloster Maulbronn um uns mit Bärbel und Hansjörg Ruoff von "Die SchöckenReiter" und ihrer Gruppe zum Picknick zu treffen. Die Staffelholzübergabe erfolgt im riesigen Innenhof des Klosters. Etappenziel ist das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkdorf Schützingen. Abschlussfeier mit Winzervesper im Weingut Zaiß. Diesmal verabschieden wir ausschliesslich unseren Rittführer Jürg Löw. Fazit der 10. Etappe: Vorbereitung und Rittführung einfach Klasse. (JE) 

 

"Feldschmiede" – Picasso und Primo werden neu beschlagen
"Feldschmiede" – Picasso und Primo werden neu beschlagen
Unser jüngster Fan ...
Unser jüngster Fan ...

Dienstag, 21. August:

Durch den Naturpark Stromberg zu einem schattigen Picknickplatz. Wir müssen wieder mal feststellen, dass viele in der Karte eingezeichnete Wege nicht mehr vorhanden sind. Und so gibt es am Nachmittag "Jürg's Advantures Trail". Etappenziel ist die Pension Ölmühle bei Oberderdingen. Schweisstreibende Arbeit für Yeti am Zielort, da er Picasso und Primo neu beschlagen muss. (JE)

Auch dieser Rittführer wäre "erledigt"...
Auch dieser Rittführer wäre "erledigt"...

Montag, 20. August:

Durch schattige Hohlwege und endlose Mais- und Stoppelfelder durchreiten wir die "Sierra" Kraichgau. Am Fuße der Burgmauer der Ravensburg hat Yeti wieder ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Picknick bereitet. Durch Weinfelder und den Hartwald noch ein kurzer Ritt und wir erreichen den "Gästehof am Bühlwinkel" in Ochsenburg. (JE)

 

Sonntag, 19. August:

Früher Aufbruch auf Grund der hochsommerlichen Temperaturen. Am Odilien-Stift erwartet uns Jutta mit einem tollen Mittagessen (Hähnchenbrust lombardischer Art, Erbsen-Minze-Salat und Nachtischvariationen). Die Pferde bleiben in der wildromantischen Ruine des "Unteren Schlosses" von Menzingen und wir im nahegelegenen Burgcafe. (JE)

Auf dem Weg zur Burg Steinsberg
Auf dem Weg zur Burg Steinsberg
Rast an einem schattigen Plätzchen
Rast an einem schattigen Plätzchen

Samstag, 18. August:

Weiter durch den Kraichgau, wo er am schönsten ist. Lange Mittagsrast mit Blick auf Burg Steinsberg, da ein Motocross-Rennen rund um unser Etappenziel statt findet. Über den Eichelberg reiten wir in die Burg Steinsberg ein und erfrischen uns im Innenhof bei einem kühlen Bier. Wir übernachten im Gasthaus am Weinberg in Sinsheim-Weiler. (JE)

Freitag, 17. August:

Aufbruch in den Kraichgau. Wir schleichen uns durch die sanfte Landschaft unauffällig an der Zivilisation vorbei und unter der A6 hindurch, ohne den Verkehr zu sehen. Weiter durch die Weinberge von Rotenburg zu unserem Etappenziel dem Hotel "Zum Rössl" in Angelbachtal. (JE)

Die Ortschaft Oberhof – Tagesetappenziel liegt vor uns
Die Ortschaft Oberhof – Tagesetappenziel liegt vor uns
Margit, Walter, Jürg und Sabine (Jochen fotografiert) starten die 10. Etappe
Margit, Walter, Jürg und Sabine (Jochen fotografiert) starten die 10. Etappe

Donnerstag, 16. August:

Mit Margit Knoblauch und ihrem Haflinger Ninjo, die die nächsten zwei Etappen und Sabine Eckel, die bis nach San Jon mitreiten wird, starten wir die 10. Etappe. Lange Galoppaden durch den südlichsten Teil des Odenwaldes führen uns zum Gasthof "zum Wiesengrund" in Oberhof. (JE)

 

9. Etappe: Aschaffenburg – Heidelberg

Die Geländerittführer DWA Burkhard und Jürg übergeben den Staffelstab auf der "Alten Brücke" in Heidelberg
Die Geländerittführer DWA Burkhard und Jürg übergeben den Staffelstab auf der "Alten Brücke" in Heidelberg

Mittwoch, 15. August:

Treffen beim Zollstockbrunnen (Blick auf Heidelberg) mit den Reitern und Helfern von Jürg Löw und gemeinsamen Picknick. Über den Philosophenweg und die Hirschgasse reiten wir zur "Alten Brücke" von Heidelberg. In Anwesenheit der Stadträtin Frau Dr. Lorenz, der Rhein-Neckar-Zeitung und vielen Schaulustigen endet die 9. Etappe mit der Staffelholzübergabe. Jürg führt uns durch die Altstadt, vorbei am Schloss zur Molkekur. Hier treffen wir unsere Gastgeberin Sabine Heydgen-Stier, die uns um den Königsstuhl zum Landgasthof "Alter Kohlhof" führt. Ein reichhaltiges BBQ beendet diesen tollen Tag. Besonderen Dank gebührt Klaus-Dieter Bratz, der uns manche Tür in Heidelberg geöffnet hat. (JE)

Durch die Altstadt von Hirschhorn
Durch die Altstadt von Hirschhorn

Dienstag, 14. August:

Wir durchreiten Eberbach und folgen dem Neckar ein Stück auf dem Radwanderweg. Erneute Querung des Neckar und der Altstadt von Hirschhorn. Über uns die Burg Hirschhorn, an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Mittagspicknick mitten im Wald mit Pressetermin. Die Etappe zeichnet sich durch längere Passagen auf Strassen und vielen Höhenmeter aus. Etappenziel ist das Hotel Sonnenhügel in Willhelmsfeld. (JE)

Montag, 13. August:

Durch verschlungene Pfade des Odenwaldes Richtung Waldbrunn. Yeti hat im Kurpark einen Imbiss vorbereitet. Entspannter Ritt und frühe Ankunft im Hotel Necktarblick in Ebersbach. Bei herrlichem Sommerwetter erfrischen wir uns im hoteleigenem Pool. (JE)

Letzter Blick auf den Main, bevor es Richtung Neckar geht
Letzter Blick auf den Main, bevor es Richtung Neckar geht
Ein sonniger Reittag steht bevor
Ein sonniger Reittag steht bevor

Sonntag, 12. August:

Durch die historische Altstadt von Miltenberg, die "Perle am Main", erreichen wir den Odenwald. Mittagsrast in der Barockstadt Amorbach und weiter auf dem Main-Neckar-Weg und durch tiefe Wälder nach Mudau. Wir übernachten im Landgasthof "Zum Löwen" und werden mit einem tollen Menü verwöhnt. (JE)

Samstag, 11. August:

Wir folgen dem Rotwein-Wanderweg zur Ruine Clingenburg in Klingenberg am Main. Dieser Wanderweg mit vielen Stufen und engen Passagen ist eine Herausforderung für unsere Pferde, bietet uns aber gleichzeitig herrliche Ausblicke auf das Maintal. Mittagspause in der Klosterschänke vom Kloster Engelberg. Etappenziel ist das Hotel "Vinotek Helmstetter" in Bürgstadt. Zünftiges Abendessen im historischen "Zum Riesen" in Miltenberg – das älteste Gasthaus Deutschlands. Hier sind auch schon Barbarossa, Martin Luther und Albrecht Dürer eingekehrt. (JE)

Freitag, 10. August:

Auf der 9. Etappe sind Meggi, Ulla, Susanne und Friedrich neu dabei. Auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg erreichen wir unser nächstes Etappenziel: die "Hill-Country-Stables" von Herbert Büttner in Rück-Schippach. Ein herrlich gelegener Reiterhof am Rande des Spessarts, wo wir herzlichst aufgenommen werden. Fränkische Spezialitäten und Weine in der "Alten Scheune" beschließen diesen herrlichen Tag. (Jochen Eckel)

8. Etappe: Reckenthal – Aschaffenburg

Donnerstag, 9. August:

Mit 12 Reitern geht es auf die letzten Kilometer der 8. Etappe nach Aschaffenburg, dem "bayerischen Nizza". Am Fuße des Schlosses Johannisburg fand unter großem Medieninteresse und in Anwesenheit des Bürgermeisters Werner Elsässer die Übergabe des Staffelholzes statt. Auch beim Ausritt aus der Stadt erhalten wir eine Polizeieskorte. Etappenziel ist der Ort Obernau. Wir Übernachten im Hotel "Wilder Mann" in Aschaffenburg. Zünftiges Abendessen in der ältesten Kneipe von Aschaffenburg – dem Schlappeseppel. (Jochen Eckel)

Mittwoch, 8. August:

Die achte und schwierigste Etappe: Die pferdefreundliche Umgehung des Rhein-Main Ballungsraumes hat Geländerittführer DWA Dagmar Fischer bravourös navigiert. Geländerittführer Matthias Schilling hat uns auf naturbelassenen Wegen aus dem Ballungsgebiet zur Mainfähre in Seligenstadt geführt und hinüber in den Spessart nach Mömbris. Dort empfängt uns Burkhard Mahlmeister von "Wanderreiten im Spessart" mit Champagner. Er wird die 9. Etappe führen. (HF)

Dienstag, 7. August:

Reinhold's Karibisches Frühstück. 12 Uhr: Yeti kommt mit Nabucco vom Fischerhof – Ersatz für Nero. Ein flotter Nachmittag: Disziplinierte Galoppaden über Stoppelfelder mit Blick auf die Frankfurter Skyline – in beruhigender Distanz. Wir folgen dem Wasser: Erlenbach, Nidda, Main – hinüber mit der Fähre zum Rumpenheimer Schloss.Wieder ein stimmungsvoller Abend im Garten vom Konditor Matthias Schilling, Hersteller der Konfekt - Trüffel für den alljährlichen Trüffel – Ritt am Pfingstsonntag. (HF)

Reinhold Voigt begrüsst uns mit Grappa
Reinhold Voigt begrüsst uns mit Grappa

Montag, 6. August:

Kummer am Morgen: Beim Anlegen des Futterkopfsackes verpasst Picasso Jochen eine Kopfnuss; die Platzwunde wird im Usinger Spital genäht. Morgen ist Jochen wieder im Sattel. Jürgen bewährt sich als Handpferdereiter. Im Weil-Tal links und rechts die Brüder-Burgen Alt-und Neuweilnau. Nach 3,5 Stunden Satteltaschen-Picknick mit Blick auf das Usinger Becken. Eine Stunde auf dem Limes-Pfad zum Römer-Kastell Saalburg. Das Felsgeläuf reisst Neros linkes Vordereisen mit viel Hufhorn ab. Notbeschlag nicht möglich. Unser Etappenziel: Die Pizzeria von Reinhold Voigt in Burgholzhausen. R.V. war 2003 bei der Expedition zu Pferd ins Mittelmeer dabei - 90 Tage. Es gibt Spanferkel und Live Trio Blues & Soul. Ein sehr stimmungsvoller Abend in Reinhold's Garten. (HF)

Johanna reicht den Bügeltrunk vor der Ziegelhütte: v. l. Jürgen auf Nero, Dagmar auf Ringo, Cornelia auf Charmeur, Jochen auf Picasso, Herbert auf Kalif, Walter mit dem Staffelholz auf Primo und Yeti auf Toyota hinter der Kamera.
Johanna reicht den Bügeltrunk vor der Ziegelhütte: v. l. Jürgen auf Nero, Dagmar auf Ringo, Cornelia auf Charmeur, Jochen auf Picasso, Herbert auf Kalif, Walter mit dem Staffelholz auf Primo und Yeti auf Toyota hinter der Kamera.

Sonntag, 5. August:

Hessischer Frühlingsschoppen: "Handkäs' mit Musik" und "Äppelwoi" aus dem Bembel. Abritt um 13.00 Uhr: Auf dem Schinderhannes-Weg über den Hochtaunus mit Blick auf den kleinen (825 m) und grossem Feldberg (879 m) zur Ziegelhütte im Weil-Tal. Bis 1932 wurden hier Ziegel gebrannt. (HF)

Samstag, 4. August:

Vom Kloster Bärbach zum Kloster Gnadenthal und zum Hubertushof bei Selters. Eine sehr lange Strecke liegt vor uns. Um sieben: Pferde von der Weide holen, füttern, putzen und satteln. Frühstück um acht. Zehn Sorten hausgemachte Marmelade, Tomaten und Gurken aus Uli's Gewächshaus machen den Abschied schwer. Abritt um neun: Burg Hohlenfels, Burg Schwalbach, kurze Rast nach 2,5 Stunden, Mittag im Kloster Gnadenthal. Nach 7,5 Stunden im Sattel Ankunft auf dem Hubertushof. Die Pferde haben 2,5 Überstunden gemacht. Morgen gehen wir es ruhiger an. (HF)

Burg Balduinstein im Taunus
Burg Balduinstein im Taunus

Freitag, 3. August:

Der Melodie des Wassers folgen: Wir reiten die Täler-Passage Gelbach, Bornbach, Schreinersbach, Daubach. Auf der Höhe auf dem  Halfterer-Weg, dann der Pfad der blauen Blume (Wegwarte) und auf dem Treidel - Pfad an der Lahn entlang. Auf dem Treidelpfad zogen die Pferde die Schiffe lahnaufwärts. Den kürzeren Halftererweg trabten die Pferde zurück. In Balduinstein über die Lahn  (vom Westerwald in den Taunus): Mittagsrast: Auf dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 1 (Flensburg – Genua) hinauf zum Klarissen-Kloster. (HF)

Mittwoch, 1. / Donnerstag, 2. August:

Nach einem kurzen Ritt rund um Reckenthal, verabschiedete sich Martin Hundgeburth mit seiner Truppe von uns Durchreitern.

Nach 40 Tagen und 240 glücklichen Stunden im Sattel machen Jochen Eckel, Walter Herensperger und sein Paso-Fino-Wallach Primo drei Tage Pause. Die Bilanz der ersten Hälfte: Die Stafette ist ein voller Erfolg –weder Pferde noch Reiter kamen zu Schaden. Am Freitag, 03.08.12, geht es weiter unter der Führung von Wander-Rittmeister Herbert Fischer. Das Etappenziel ist das Schloss von Aschaffenburg.

(Herbert Fischer)

Das Ziel der 8. Etappe: Schloss Johannisburg in Aschaffenburg (Foto: H. Hufgard)
Das Ziel der 8. Etappe: Schloss Johannisburg in Aschaffenburg (Foto: H. Hufgard)
Das "Dream Team" Primo/Walter
Das "Dream Team" Primo/Walter

Das "Dream Team" Primo/Walter

Eigentlich hatte Walter Herensperger den kolumbianischen Paso Fino PRIMO für seine jungen Töchter gekauft. Aber deren Ausbildung lässt keine Zeit für Primo. Deshalb begann der heute 63jährige pensionierte Augenoptiker aus St. Moritz vor vier Jahren mit dem Reiten. Den Umgang mit Pferden lernte Walter bei Pat Parelli. Dann hörte er von der Stafette 2012, studierte insgesamt zehn Wochen auf der Deutschen Wanderreiter-Akademie, ließ Primo's Sattel bei Christoph Rieser anpassen und vervollständigte seine Wanderreit-Ausrüstung. Walter und Primo (18 Jahre) waren mit mir am 24.06.12 auf der Insel Neuwerk am Start. Auf der 8. Etappe von Reckenthal nach Aschaffenburg konnte ich das Dream Team sieben Tage lang beobachten: Primo ist der Prototyp eines kooperativen Wanderpferdes – er kann warten, er weicht und er ist willig. Er läuft wie ein Uhrwerk. Und der Reiter: Walter Herensperger ist ein Kavalier in Sinne der Deutschen Wanderreiter-Akademie. Eine unglaubliche Karriere! Ich bin absolut sicher: Die Zwei werden am 15.09.12 auf San Jon im Schweizer Unterengadin ankommen. Dennoch wünsche ich ihnen das notwendige Glück. Herbert Fischer

Stafetten Lied 2012

 

Wir sind durch Deutschland geritten

Vom Meer bis zum Alpenschnee

Wir haben noch Wind in den Haaren

Den Wind von Bergen und Seen

In den Ohren das Brausen vom Strome

Der Wälder raunender Sang

Das Geläut von den Glocken der Dome

Der Felder Lerchengesang

In den Augen das Leuchten der Sterne

Das Flimmern der Heidsonnenglut

Und tief in der Seele das Ferne

Das Sehnen das nimmer mehr ruht

Wir sind durch Deutschland geritten

Vom Meer bis zum Alpenschnee

Wir werden noch weiter fahren

Um neue Lande zu sehn

 

(aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts)

"Die Wanderreiter-Akademie" – das Buch von Herbert Fischer

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