Das Stafetten-Tagebuch

Die Stafette 2012 miterleben – tagesaktuelle Berichte der Teilnehmer

"Gut ausgerüstet ist halb geritten":

Ranchman "Yeti" alias Bernd Seibold (Geländerittführer DWA) begleitet als Tross-Profi die meisten Etappen. Neben umfangreichem Knowhow und Organisationstalent ist die richtige und sinnvolle Ausrüstung entscheidend.

Yetis Ausrüstungsliste:
Der_Tross_rollt.pdf
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7. Etappe: Oberorke – Reckenthal

Montag, 30. Juli:

Nach einem erstklassigen Frühstücksbüffet bei Birgit und Peter streben wir in Richtung Reckenthal. Obwohl nur einige Kilometer Luftlinie enfernt, müssen wir eine große Schleife reiten, um Montabaur weiträumig zu umgehen. Mittagspause in der Studentenmühle im Eisenbachtal. Punkt 16:00 Uhr ist die siebte Etappe nach  250 km beendet. Martin übergibt das Staffelholz an Herbert Fischer, dem Ideengeber dieser tollen Stafette. Zu Ehren dieser Tour tragen wir das Stafetten-Lied 2012 in der kölschen Version vor. Das Menü der Freundschaft auf dem Fischerhof ist ein würdiger Abschluss dieses wunderbaren Tages. 

Sonntag, 29. Juli:

Im Trab und Galopp der Wied entlang. Wir erreichen das Hochplateau der Westerwälder Seenplatte, die Wasserscheide zwischen Lahn und Sieg. Das Mittagspicknick nehmen wir am Postweiher ein. Martin hat am Anfang nicht zu viel versprochen: die Gegend der Kroppacher Schweiz und die Seenplatte im Westerwald sind die Highlights seiner Etappe. Unser heutiges Ziel ist die Villa Moritz von Birgit und Peter Bongartz in Oberahr.

Durch die Nister (Foto: WH)
Durch die Nister (Foto: WH)

Samstag, 28. Juli:

Der Westerwald liegt jetzt vor uns. Wir folgen fast den ganzen Tag dem Flusslauf der Nister und durchqueren ihn in seichten Furten einige Male. Diese tolle Gegend gehört zur Kroppacher Schweiz. Unser Etappenziel ist das Hotel Krambergsmühle in Winkelbach. Bei einem festlichen Abendessen lassen wir den Abend in gemütlicher Runde ausklingen.

Freitag, 27. Juli:

Wir durchreiten jetzt das Wildenburger Land. Die Landschaft ist wieder abwechslungsreicher, ausgedehnte Wiesen, Wälder und viele kleine Ortschaften. Zur Mittagszeit die Überraschung auf einem einsamen Parkplatz. Der Eismann ist da. Wir folgen der alten Poststraße und haben eine herrliche Fernsicht auf das Bergische Land. Am Nachmittag durchqueren wir bei Siegenthal die Sieg. Ein tolles Erlebnis, was unsere Pferde problemlos meistern. Wir haben heute 2200 Höhenmeter überwunden. Ziel der Etappe ist die einsam gelegene Wanderreitstation Karseifen der Familie Assemacher in  Wissen. Ein kurzes Sommergewitter nach Versorgung von Pferd und Reiter bringt uns die erhoffte Abkühlung.

Wasserschloss Krottorf  (Foto: WH)
Wasserschloss Krottorf (Foto: WH)

Donnerstag, 26. Juli:

Unser Ritt führt uns durch die schönen Wälder des Bergischen Landes. Wir folgen dem Wildenburger Bach und erreichen am frühen Nachmittag unser Etappenziel, den Wildenburger Hof in Friesenhagen. Direkt neben unserem Quartier ist das Mitte des 15. Jahrhundert erbaute Wasserschloss Krottorf und uns bleibt auch die Zeit für eine Besichtigung. Am Abend sind Barbara und Ute mit ihren Pferden zu uns gestossen, die uns bis Reckenthal begleiten werden.

Mittwoch, 25. Juli:

Wir verlassen das Sauerland und kommen ins Rheinische Schiefergebirge im Siegerland. Die Aufstiege sind nicht mehr so steil, aber die hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad sind für Pferd und  Reiter nicht so ganz einfach. Auch in dieser Gegend sind die Schäden des Sturmes Kyrill noch überall sichtbar. Die Krombacher Brauerei passieren wir leider nur in Sichtweite. Ziel unserer Etappe ist das Hotel Berghof in Wenden. 

Rhein-Weser-Turm (Foto: WH)
Rhein-Weser-Turm (Foto: WH)

Dienstag, 24. Juli:

Weiter geht es durch das Rothaargebirge in Richtung Siegerland. Vor dem Rhein-Weser-Turm, der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, nehmen wir nochmals Aufstellung für das letzte Gruppenfoto. Etappenziel ist das Gut Ahe, der Familie Neuhaus in Kirchhundem. Am Nachmittag ist Kölner Wachablösung. Ab heute sind Ans-Barbara, Andreas, Daniela, Petra und Jörg neu im Stafettenteam.

Unsere Truppe vor dem Biathlon-Schießstand (Foto: WH)
Unsere Truppe vor dem Biathlon-Schießstand (Foto: WH)

Montag, 23. Juli:

Heute werden wir auf dem ruhig gelegenen Schäferhof verweilen. Bei herrlichem Sommerwetter starten wir am Vormittag zu einem kurzen Ausritt in die Umgebung. Am Nachmittag Welness, Massage, Sauna, Sonnenbaden, Lesen, etc. Der gut sortierte Weinkeller von Herrn Grobbel und die Fähigkeiten des Küchenchefs sorgen am Abend für eine nette Abschlussfeier,  da uns die Mitreitenden aus  Köln nach der morgigen Etappe leider verlassen.

Kaffeepause in Latrop (Foto: WH)
Kaffeepause in Latrop (Foto: WH)

Sonntag, 22. Juli:

Wir folgen weiter dem Rothaarsteig. Die endlosen Wälder werden auf dem Kammweg nur hin und wieder durch Freiflächen unterbrochen, die vor einigen Jahren der Sturm Kyrill geschaffen hat. Von hier aus hat man einen sagenhaften Blick in das ausgedehnte Rothaargebirge. Mittagspicknick für die Pferde ist eine schöne Wiese vor dem Örtchen Latrop, und für uns vor dem Wirtshaus. Ziel der Etappe ist der Schäferhof der Familie Gröbbel in Schmallenberg-Jagdhaus.

 

Samstag, 21. Juli:

Unser Weg führt uns über den Rothaarsteig durch dichte Laub- und Nadelwälder ins Rothaargebirge. Auf dieser fast 30 km langen Etappe mit vielen steilen Auf- und Abstiegen erreichen wir auch die 815 Meter hohe Ziegenhelle. Ziel unserer Etappe ist das Gut Vorwald in Schmallenberg. Ein wenig Statistik: 4 Wochen unterwegs, 850 km  zurückgelegt, 150 Stunden im Sattel.  

Freitag, 20. Juli:

Viva Colonia! Das Staffelholz begleitet ab nun, Doris, Michael, Natalie, Andreas, Brigitte, Bert, (alle aus dem schönen Köln) und Roland Pardey, der Koordinator der Stafette. Nach dem Örtchen Münder verlassen wir das Waldeckerland in Hessen und reiten ins Sauerland in Nordrhein-Westfalen ein. Unser Etappenziel erreichen wir am frühen Nachmittag, das Haus Liesetal der Familie Dollberg in Hallenberg-Liesen. Ein schöner Ritt wird gekrönt mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen.

(Walter Herensberger und Jochen Eckel)

6. Etappe: Wülmersen – Oberorke

Donnerstag, 19. Juli:

Unsere letze Etappe führt uns entlang der Edertalsperre zum Infozentrum des Naturparks Kellerwald/Edersee. Um das Staffelholz von Robert Simon an Martin Hundgeburth von "Im Team unterwegs" weiter zu reichen, haben unsere Trossfahrer den Parkplatz des Infozentrums weiträumig abgesperrt. Was bei gut 30 Pferden auch dringend notwendig war. Nach 128 km ist jetzt schon die 6. Etappe abgeschlossen. Tolle Landschaft und tolle Gruppe. Über die Flüsse Eder und Orke erreichen wir das Spa-Hotel Freund in Oberorke.

Mittwoch, 18. Juli:

Die heutige Etappe führt uns durchs Waldeckerland. Das Mittagspicknick nehmen wir im herrlich gelegenen Reiherbachtal in einer Schutzhütte ein. Pünktlich zu unserem Essen möchte der zuständige Hüttenwart den Rasen rund um unseren Picknickplatz mähen. Dank der Überredungskünste von Silvia und einem Backschisch von 10 Euro konnten wir den Lärm vermeiden. Ziel unserer Etappe ist Basdorf. 

Abstieg in das "Hexengewölbe" (Foto: WH)
Abstieg in das "Hexengewölbe" (Foto: WH)

Dienstag, 17. Juli:

Unsere erste Pause legen wir bei der Ruine der 1156 gebauten Kugelsburg ein. Mit Fackeln und Sanddorngeist steigen wir in das Hexengewölbe hinunter. Weiter geht es Mitten durch Volkmarsen und die königliche Altstadt von Bad Arolsen. Vor dem Schloss vom Fürsten von Waldeck reichen uns unsere Trossfahrer einen Sekt. Picknick ist neben dem Bismarckturm von Mengringhausen am späten Nachmittag. Unser Etappenziel in Oberwaroldern erreichen wir um 1900 Uhr. 

Montag, 16. Juli:

Die beiden Reitgruppen werden abwechselnd von den Rittführern Robert und Wölfi geführt. Unser Weg führt uns vorbei am Gut Sieberhausen und durch das idyllische Habichtstal. Während des Picknicks unterhalb der Ruine der Malsburg unterhält uns Robert mit einem Lied über den alten Burggrafen. Der Abend endet im Spanischen Restaurant Pan Y Vino in Breuna mit einer Paella und gutem spanischem Rotwein.

Sonntag, 15. Juli:

Aufgeteilt in zwei Gruppen reiten wir entlang eines mittelalterlichen Handelsweges oberhalb der Diemel weiter in Richtung Süden. Nach dem Örtchen Lamerden halten wir kurz auf der Preussischen Schanze aus dem 7-jährigen Krieg. In Liebenau lassen wir unsere Pferde unter der Aufsicht unserer Trossfahrer Yeti und Hendrik zurück und übernachten nochmals im Wasserschloss. (Das Team der 6. Etappe)

5. Etappe: Springe – Wülmersen

Übergabe des Staffelstabes von Andreas Bohne an Robert Simon (Foto:WH)
Übergabe des Staffelstabes von Andreas Bohne an Robert Simon (Foto:WH)
Staffelstab vor dem Wasserschloss Wülmersen
Staffelstab vor dem Wasserschloss Wülmersen

Samstag, 14. Juli:

Aus dem Reiherbachtal führt uns unser Weg durch den Solling in die historische Altstadt von Bad Karlshafen. Hier überqueren wir das fünfte Mal die Weser, diesmal auf einer Brücke. Entlang der Diemel geht es zu unserem Etappenziel dem Wasserschloss Wülmersen. Hier treffen wir die 19 Reiter von Robert Simon vom Reiterhof Hirschberg, um im Innenhof des Schlosses das Staffelholz zu übergeben. Nach 125 Kilometer endet die 5. Etappe mit einem gemeinsamen Grillfest.

Wanderreitstation Burenhof (Foto:WH)
Wanderreitstation Burenhof (Foto:WH)

Freitag, 13. Juli:

Entlang der Weser führt uns unser Weg in den Solling. Wir folgen dem Hasselbach-Tal zu unserer Mittagsstation in Silberborn. Yeti hat wieder einen schönen Platz mit Schutzhütte gefunden. Ziel der Etappe ist die Wanderreitstation Burenhof von Inge und Georg Fischer im ruhigen Reiherbach-Tal in Amelith.

Weserüberquerung (Foto:WH)
Weserüberquerung (Foto:WH)

Donnerstag, 12. Juli

Vier Uhr ALARM durch den Trossfahrer. Aus unerfindlichen Gründen sind die Pferde aus ihrem Padock ausgebrochen. Nach einer Stunde im strömenden Regen haben wir die Pferde wieder sicher untergebracht. Nach einer kurzen Nacht führt unser Weg auf die Ottensteiner Hochebene und wieder steil hinab zur nächsten Weserüberquerung nach Polle. Auch diesmal keine Probleme auf der Fähre. Ziel unserer Etappe ist die Forstwirtschaft in Bevern-Forst.

Gewitterstimmung
Gewitterstimmung

Mittwoch, 11. Juli:

Wir starten bei sonnigem Wetter und erklimmen den Kammweg des Schecken. Oberhalb der Weser führt uns unser Weg nach Süden. Nach der Mittagspause im Hellbachthal erreichen wir die Grohnder Weserfähre. Die Überfahrt mit 9 Pferden verläuft ohne Zwischenfälle, so dass wir unseren Ritt in den Grohnder Forst fortsetzen können. Nach mehreren steilen Anstiegen erreichen wir nach 28 Kilometern und 1300 Höhenmetern die Sievershagener Mühle.

Dienstag, 10. Juli:

Nachdem wir den Staffelstab vom Geburtstagskind Henning Koslowski am Vortag übernommen haben, starten wir direkt in die Mittelgebirgsregion am nordöstlichen Rand des Weserberglandes. Unser Weg führt vom Deister in den Nesselberg, vorbei an den Altenhägener Sandsteinbrüchen, deren Steine schon vor über hundert Jahren zum Bau des Berliner Reichstags genutzt und über 300 Kilometer per Pferdefuhrwerk nach Berlin gebracht wurden. Weiter ging es nach einem fürstlichem Picknick Richtung Behrensen, unterhalbs des Iths, wo wir in der Alten Tränke eine passende Station finden. Die Mecklenburger Eicke, Sylke und Mathias, die Berlinerin Heike sowie Patricia und Sabrina aus dem Weserbergland hatten in allen Gangarten ihren Spass. Jochen und Walter waren schon im Flachland auf ihre Kosten gekommen, staunen aber nicht schlecht über 1000 zurückgelegte Höhenmeter am ersten Tag. (Andreas Bohne)

Foto: Neue Deister-Zeitung (ric)
Foto: Neue Deister-Zeitung (ric)

Andreas Bohne übernimmt den Staffelstab von Henning Koslowski an der Laube im Deister.

 

DIE NEUE DEISTER-ZEITUNG berichtet:

"Weil Wanderreiten eine Lebenseinstellung ist ..."

> zum Artikel

4. Etappe: Neustadt a. Rbge – Springe

Montag, 9. Juli:

Die Stafette verlässt nun die Norddeutsche Tiefebene und erreicht das Weserbergland. Über den Kammweg reiten wir durch den Deister und treffen Andreas Bohne von WeserberglandReiter mit der Crew der 5. Etappe. Ziel dieser kurzen, aber landschaftlich interessanten Etappe ist der Plönhagen Hof in Springe.

Sonntag, 8. Juli:

Frühstücksschmaus der Superlative mit Schokolade und Schokocreme aus eigener Herstellung. Um von den Rehburger Bergen, durch das Aue-Tal zu den Bückebergen zu gelangen, müssen wir den Mittellandkanal, die Eisenbahnlinie Hannover-Dortmund, die Bundesstrassen 65, 442 und die BAB 2 überqueren. Trotz dieser Zivilisationshindernisse haben wir das Gefühl in der Natur zu sein. Ziel der heutigen Etappe ist die Gasthausbrauerei Felsenkeller in Lauenau.

Wohlverdiente Mittagsrast
Wohlverdiente Mittagsrast

Samstag, 7. Juli:

Das Team der 4. Etappe wird ergänzt durch Henning und Anette, Sabine aus Almere, Birgit aus dem Jerichower Land, Sara aus Rom, Anke vom Kleinen Deister und Yeti. Unsere Etappe führt uns westlich ums Steinhuder Meer. Den Picknickplatz in einer grossen Scheune erreichen wir kurz vor einem schweren Sommergewitter. Unter dem Schleppdach genniessen wir ein reichhaltiges Büffett bei strömendem Regen. Die meiste Zeit reiten wir endlich auf Sandwegen. Ziel unserer Etappe ist die Schokoladenmanufaktur Kapellenhöhe in Wölpinghausen mit Blick auf das Steinhuder Meer. (Das Team der 4. Etappe)

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