Das Stafetten-Tagebuch

Die Stafette 2012 miterleben – tagesaktuelle Berichte der Teilnehmer

3. Etappe: Varel – Neustadt a. Rbge

Staffelhozübergabe von Yvonne an Henning Koslowski
Staffelhozübergabe von Yvonne an Henning Koslowski

Freitag, 6. Juli:

Durch zugewucherte Waldwege und dem Grinderwald bei Niemburg reiten wir unserem Etappenziel entgegen. Kurz vor Dudensen werden wir von den Reitern der 4. Etappe empfangen. Nach 255 km endet eine schöne und kraftraubende Etappe auf dem Mühlenhof Dudensen. Hier verabschieden wir Yvonne und unseren Trossfahrer Bernd. Das Staffelholz wird vor der Mühle von Yvonne an Henning Koslowski übergeben. Am Nachmittag noch ein kurzer Eingewöhnungsritt. Jochen reitet ab heute den Mangalarga Marchador Tornado.

 

Donnerstag, 5. Juli:

Unser Weg führt uns an vielen gepflegten Bauernhöfen des Nienburger Weserlandes vorbei. Eine längere Galoppade durch die Liebenauer Kiefern und wir erreichen unseren Picknickplatz an der Grossen Aue bei Liebenau.Nach der Weserüberquerung bei Landesbergen führt uns unser Weg zum Brokeloher Moorhof von Nicola Wolff und Karsten Strehl. Grillschmaus mit Wilschweinbratwurst, Rotwildhackröllchen, Preiselbeersenf und Fliederblütenlikör aus eigener Herstellung. Einfach lecker. Motto des Tages: "Leichen pflastern unseren Weg" (Bremsen).

Kornblumen schmücken Felder
Kornblumen schmücken Felder

Mittwoch, 4. Juli:

Große Frühstückstafel mit der ganzen Familie Joniszus. Von Sudwalde geht es durch endlose kornblumenblau gesäumte Getreidefelder. Wie auf der gesamten 3. Etappe haben wir auch heute Sonne, sommerliche Temperaturen und angenehmen Wind. Nach einem entspannten Ritt erreichen wir den Hof von Katrin Franken in Wietzen.

Ungewöhnliche Begegnung – für beide Seiten
Ungewöhnliche Begegnung – für beide Seiten

Dienstag, 3. Juli:

Wir folgen dem Weg der Megalith-Kultur und erreichen unsere Mittagsstation nach 5 Stunden Reitzeit. Zu diesem Zeitpunkt haben wir erst die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht. Nach 8 Stunden im Sattel sind wir ziemlich erschöpft. Die restlichen 10 km haben Nairobi und Jochen mit einem Transfer zum Hof der Familie Joniszus überbrückt.

 

Montag, 2. Juli:

Früher Abritt, vorbei an Dötlingen mit Besuch der Hünengrabanlage "Glaner Braut". Beim Antraben ist Primo heute gestürzt und buchstäblich auf die Nase gefallen – ohne sich ernsthaft zu verletzen. Mittagspause bei Aumühle und frühe Ankunft auf dem Reiners-Hof von Tanja Erdmann in Kleinenkneten.

Sonntag, 1. Juli:

Nach einem fulminanten Frühstück starten wir ohne Julia und Valadan. Entlang der Weser durch Elsfleth und dem Wittener Moor erreichen wir am Mittag Hude. Hier erwartet uns unser Trossfahrer, Bernd Ehbrecht, an einem tollen Picknickplatz mit Gurkensuppe und Croutons. Wir reiten nun in die Wildeshauser Geest und erreichen am frühen Abend unser Etappenziel die Rocky Mountain Ranch in Dötlingen.

Saffelholzübergabe von Jürgen Fimer an Yvonne und Julia Joniszus (Foto:Hans Begerow)
Saffelholzübergabe von Jürgen Fimer an Yvonne und Julia Joniszus (Foto:Hans Begerow)

Samstag, 30. Juni:

Start der 3. Etappe mit Saffelholzübergabe von Jürgen an Yvonne und Julia Joniszus am See vom Ahornhof. Kurzer Schreck zur Mittagszeit: nach der Begegnung mit einem Traktor müssen wir Julia und Ihr Pferd Valadan aus einem Düker (Entwässerungsgraben) bergen. Nach der bis jetzt längsten Tagesetappe erreichen wir wohlbehalten die Eylers-Ranch in Oberhammelwarden bei Elsfleth an der Weser. (Das Team der 3. Etappe)


"In 80 Tagen vom Meer ins Gebirge..." ein Bericht der NWZ von Hans Begerow            > zum Artikel

Der Mann für alle Fälle:

Ranchman "Yeti" alias Bernd Seibold (Geländerittführer DWA) ist da, wenn er gebraucht wird. Er begleitet als Tross mit seinem Gespann die meisten Etappen. Neben dem Gepäcktransfer kümmert er sich unermüdlich um die Versorgung und Quartiere der Pferde und natürlich um das leibliche Wohl der Reiter – v. a. in den Mittagspausen. So können die sich auf das Wesentliche der Tagesetappen konzentrieren: REITEN, GENIESSEN UND ERLEBEN.

Fotos: Dana Krimmling, RossFoto.de

(Zum Vergrößern Bilder einfach anklicken) 

2. Etappe: Sahlenburg – Varel

Freitag, 29. Juni:

Der letzte Tag unserer Etappe führt uns zunächst zum Vareler Hafen. Zum Mittag diesmal kein Satteltaschenpicknick sondern Fischbrötchen und Backfisch in Dangast am Jadebusen. Hier ist Walter das erste Mal mit richtigem schlammigen Watt in Berührung gekommen. Am Nachmittag erreichen wir unser Etappenziel den Ahorn-Hof in Varel-Seghorn. Bei Kaffee und Kuchen lassen wir die Woche Revue passieren. In allen privaten Unterkünften wurden wir herzlich wie Familienangehörige aufgenommen. Nach fast 180 km gemeinsam im Sattel, heißt es nun von einer sehr harmonischen Woche Abschied zu nehmen. Wir bedanken uns bei Brigitte für die professionelle Trossbegleitung und die gute Versorgung von Pferd und Reiter. Jochen und Walter sagen Tschüß zu ihren lieben Mitreiterinnen Anne Baier, Sabine Eckel und Britta Gundlach.

Donnerstag, 28. Juni:

Mit frisch gestärkten Pferden von den saftigen Marschweiden von Klaus starten wir in den 5. Tag der Etappe. Das Hindernis Weser lösen wir mit einem Transfer durch den Wesertunnel. Weiter geht es durch die endlosen Weiten des " Morgenlandes" in der Wesermarsch zum Hof von Heike und Piet Pereboom. Bei herrlichem Sonnenschein grillen wir im wunderschön angelegten Bauerngarten und hoffen auf ein spannendes Halbfinale zwischen Deutschland und Italien.

Mittwoch, 27. Juni:

Nach dem feucht-fröhlichen Abend bei Familie Jagels, reiten wir meist schweigend und in Gedanken versunken durch die landwirtschaftlich geprägte Marschenlandschaft nach Overwarfer Siel, zum Hof von Klaus Müller. Nach der bis jetzt längsten Etappe, lassen wir den Abend mit einer selbstgemachten Pizza unserer Trossführerin ausklingen.

Dienstag, 26. Juni:

Durch Felder, Wiesen und Wälder geht es durch die Geestlandschaft – unserem nächsten Etappenziel in Ringstedt entgegen. Angekommen auf Gestüt Bandholz versorgen wir unsere Pferde und kehren im Privathaus der Familie Jagels ein. Nach einem deftigen Essen bei Schnitzel, Bratkartoffeln, Familienanschluss und einem langersehnten "Ouso 12" (für gute Freunde) versuchen wir die Erreignisse des heutigen Tages zusammen zu fassen. Motto des Tages: "Heute mal ohne Regen!"

Kaffee und Kuchen beim Melkhus (Foto: WH)
Kaffee und Kuchen beim Melkhus (Foto: WH)

Montag, 25. Juni:

Sturm und Regen peitscht über den Deich in unsere Gesichter. Auf dem alten Postweg reiten wir unserem neuen Etappenziel dem Melkhus "Am Theesberg" im Neuenwalde entgegen. Nach dem Mittagspicknick klart der Himmel auf. Spannend wird es am Nachmittag, als wir einen grossen Windpark mit ungewöhnlich niedrigen Windrändern durchqueren. Der kräftige Wind sorgt für eine enorme Geräuschkulisse, an die sich unsere Pferde nur langsam gewöhnen. Am Etappenziel werden wir mit hausgemachtem Apfelkuchen für den erreignisreichen Tag belohnt. (Walter Herensberger und das Team vom Ahorn-Hof)

 

1. Etappe: Insel Neuwerk – Sahlenburg

Herbert Fischer übergibt das Staffelholz an Jürgen Filmer (Foto: Rossfoto.de, Dana Krimmling)
Herbert Fischer übergibt das Staffelholz an Jürgen Filmer (Foto: Rossfoto.de, Dana Krimmling)

Sonntag, 24. Juni:

Start Insel Neuwerk

24 Pferde am Start beim ALTEN FISCHERHAUS auf der Insel Neuwerk und unter dem Regen im Wattenmeer. Pünktlich um 12 Uhr übergibt Herbert Fischer am Strand von Sahlenburg/Cuxhaven das Staffelholz an Jürgern Filmer vom AHORN-HOF. Nun ist auch Jochen Eckel aus Oldenburg dabei. Er wird auch alle 80 Tage gehen. Jede Etappe ein neues Pferd. In Sahlenburg startete er auf einem Friesen. Jochen's Gürtel schmückt die Stafetten-Schnalle. (HF)

 

Impressionen von Dana Krimmling, RossFoto.de

(Zum Vergrößern Bilder einfach anklicken)

Stafetten-Prolog

Foto: Dana Krimmling, RossFoto.de
Foto: Dana Krimmling, RossFoto.de

Samstag, 23. Juni:

Die Schweizer Brigitte Prohaska, Men Juon und Walter Herensperger – auf 1450/1200 Höhenmeter zuhause – erleben das Kontrastprogramm WATTENMEER. Der Berber KALIF aus dem Westerwald ist tief beeindruckt vom weiten Land in steifer Brise, ständig Wasser unter den Hufen – in den zahlreichen Prielen bis zu ein Meter tief, Wattwagen und Wattwanderer. Er findet erst auf der Insel Neuwerk wieder seine Ruhe auf der riesigen Weide. (HF)

 

Freitag, 22. Juni:

Diszipliniert-lustvolle Galoppaden durch die Cuxhavener Küsten-Heide unter der professionellen Führung von Patricia Peisker – www.nordseereiterhof.de. Einkehr im AUSSPANN. Im Sattel: Das Reiterkorps der Großen Kölner unter Ulli Diefenbach (Geländerittführer DWA), Brigitte Prohaska und Men Juon (Wanderrittführer DWA) vom Stafettenziel – www.sanjon.ch. Und: Wander-Rittmeister DWA Herbert Fischer. Heute Abend Fischessen im STOERTEBEKER mit "Deutschland gegen Griechenland". (HF)

 

Donnerstag, 21. Juni: 

Zehn Haflinger, fünf Norweger, ein Paso Fino und ein Berber auf dem Ritt in die Abenddämmerung mit Blick auf die Insel Neuwerk. Mit dabei: Walter Herensperger (Wanderreiter DWA) aus St. Moritz auf seinem Paso Fino PRIMO. Die Beiden wollen alle 80 Tage gehen. Viel Glück und Freude. (Herbert Fischer)

"Die Wanderreiter-Akademie" – das Buch von Herbert Fischer

(2. Auflage) > mehr

Ausrüstung für
die Reise zu Pferd

Funktionaler Stiefel für Wanderreiter > mehr

Handgefertigte Pelerine –
Wind- und Wetterschutz
> mehr