Das Stafetten-Tagebuch

Die STAFETTE 2017 miterleben – tagesaktuelle Berichte der Teilnehmer

Start – Etappe 1: von Reckenthal nach Brodenbach

10. April

Ein gelungener Start der Stafette 2017!
Einmal rund um Deutschland: Bei strahlendem Sonnenschein starten Dominik, Jenny, Corinna und Martina vom Fischerhof in Reckenthal  zum Hofgut Dachsborn. Wir folgen dem Weg des Wassers ins Blaue Land. Jenny rezitiert Gedichte, Martina singt und Corinnas Pferd Twixi fügt sich unproblematisch in die Fischerhofherde ein. Ankunft bei strahlendem Sonnenschein im wunderschönen Hofgut Dachsborn, wo Pferde und ReiterInnen bestens versorgt werden.

 

11. April

Auf schmalen Pfaden geht es heute den Rheinsteig entlang, durch blühende Schlehenhecken und Kirschblütenbäume, hinunter nach Boppard und mit der Fähre über den Rhein. Am gastlichen Holztisch am Sabelsköpfchen blicken wir hinunter auf die atemberaubende Rheinschleife bei Boppard, und jeder steuert etwas zum zünftigen Satteltaschenpicknick bei. Hoch in den Hunsrück reiten wir auf dem verwunschenen Sagenweg. Schweigend lauschen wir den Frühlingsgeräuschen des Waldes auf dem Weg zur Ehrenburg, der Stammburg der Deutschen Wanderreiterakademie. 

 

Etappe 2: von Brodenbach nach Müllenbach

12. April

Die Rheinzeitung/Westerwald berichtet:
170412_Rhein_Zeitung_Westerwald.pdf
Adobe Acrobat Dokument 431.7 KB

12. April

Der Tag beginnt mit dem Abstieg zur grünen Mühle und dem Donnerloch, durch das schöne Brodenbachtal. Mit Blick auf Burg Turant und Burg Bischofsstein überqueren wir die Mosel und halten Einzug in die Eifel. Auf dem Laysteig reiten wir bis zu unserer Mittagsrast mit Blick auf die Burg Eltz. Es geht hinunter ins Eltzbachtal, wir folgen dem erfrischend klaren Wasser, durch zahllose Furten in Begleitung von Graureiher, Schwarzstorch, Eisvogel und Rotmilan. Twixi meistert die Furten mit Bravour. Bevor wir unsere heutige Station, den Weilerhof erreichen genießen wir das romantische Panorama der Pyrmonter Mühle und Wasserfälle.

 

13. April

Frisch gestärkt starten wir in den vorletzten Tag von dem Weiler Hof bei Möntenich. Wir folgen weiter dem romantischen Elzbach, unserem treuen Begleiter, kurze Einkehr an der Kolligermühle, dann geht es weiter in einem munteren Auf und Ab bis zu unserem Satteltaschenpicknick an der Klosterruine Mädeburg. Der Hauch des Abenteuers verlässt uns heute nicht. Atemberaubend ist der Aufstieg auf dem Eifelsteig, der uns bis nach Monreal führt, einer mittelalterlich geprägten Stadt. Wir verlassen den Elzbach, überqueren eine letzte Furt und hangeln uns einen schmalen Stieg empor. Glücklich erreichen wir die Weiler Höfe.

 

14. April

Letzter Tag - die Wehmut reitet mit. Bei strahlendem Sonnenschein folgen wir dem Vulkanen durch die weite Landschaft der Eifel. Wir durchqueren Walcholderheiden und in der Ferne weißt die Nürburg uns den Weg. 

Bei unserer Ankunft auf der Geisbachranch werden wir bereits von Michael und Silke erwartet, dem Team für den nächsten Streckenabschnitt. Dominik übergibt das Staffelholz an Michael.

 

Etappe 3: von Müllenbach nach Kreuzau

15. April

Von der Geisbach Ranch starten wir, am Waldrand zahlreiche Rehe, entlang des Leimbach Tals. Wir passieren die Meisenthaler Mühle bevor wir den wunderschönen Mäandern des Nohnbachs folgen. Fischreiher und Milane begleiten uns. Die Nohner Mühle lädt zur Rast ein - wir verweilen zur besten Kaffeezeit. Einige hundert Meter weiter können wir die Nohner Wasserfälle bestaunen. Das Ziel rückt näher und wir erreichen am Nachmittag unser Quartier in Leudersdorf. 

 

16. April

Westwärts von Leudersdorf geht es in das Vogelschutzgebiet der oberen Kyll. Wir reiten von Buschwindröschen gesäumte Wege, weiter entlang der Wacholderheide und folgen dem Eifel Steig. Auf den Höhenzügen des Hohen Venn genießen wir die herrliche Aussicht und steigen zum Reutherhof in Reuth, unserem heutigen Quartier hinunter.

 

17. April

Der schwarze Mann und der Reuther Hof liegen nun hinter uns. Wir durchstreifen die Wälder der Vulkaneifel, folgen kleinen Bächen, bis wir uns der belgischen Grenze nähern. Ein kleiner Abstecher über die Grenze führt uns nun nach Büllingen zum Kriemisch Hof unserem heutigen Quartier.

 

18. April

Heute reiten wir von Lanzerath Richtung Norden. Nach wenigen hundert Metern erreichen wir das amerikanische Denkmal "Die Schlacht um Lanzerath", wir verweilen kurz und folgen vorbei an Buchholz dem Fernwanderweg durch die belgischen Wälder. Weiter entlang  dem Bachlauf der Holzwarde. Nach einer Rast passieren wir die wilde Blütenpracht der Narzissenwiesen. Unser Weg führt entlang der belgisch-deutschen Grenze und folgt dem Olef-Tal. In wechselnder Höhe mit schönen Ausblicken ins Tal reiten wir am Flusslauf gen Norden entlang der leuchtend blühenden Narzissen. Weiter durch die Wälder des Hohen Venn bis wir nach 35 km unser Quartier in Rohren bei Monschau erreichen. 

 

19. April

Unser heutiges Ziel wird Raffelsbrand sein.

Der Weg führt von Rohren aus steil bergab ins Dürrholderbachtal.

Nach weiteren auf und Abstiegen durchstreifen wir das Rurtal ein Stück lang. Wir können jedoch unsere geplante Route nicht reiten da manche Wege durch umgestürzt Bäume unpassierbar sind und wir zum umplanen gezwungen wurden bevor wir in Richtung Kalltalsperre abbiegen.

 Nun noch durch das Todtemdrumoor bis wir unser Ziel erreichen.

 

20. April

Der sechste und letzte Tag unserer Reise- schnell ist die Zeit vergangen.

Es geht nach Kreuzau, wo das Staffelholz an Anna weitergegeben wird.

Durch die Moorlandschaft und Wälder des Hohen Venn reiten wir stetig abwärts. Wir reiten nun nordwärts und lassen die Schnee-Eifel hinter uns. Im flacheren Gefilde wird die Vegetation mit blühenden Kirschen und Weißdorn üppig, die Landschaft sanfter. Wir erreichten Kreuzau.

An dieser Stelle möchten wir uns bei "Eifel zu Pferd"

bedanken alle Stationen waren für Pferd und Mensch ein großer Genuss.

 

Etappe 4: von Kreuzau nach Wegberg

21. April

Ab heute versperren uns keine Bäume mehr den Weg - wir verlassen die Eifel und reiten hinaus in die offenen Weiten der Rheinländer Börde. Obwohl diese Landschaft, südlich des Tagebaus Hambach und Inden, vom Menschen sehr gepägt ist, hat die Natur sich ihre Ecken zurückerobert. Wir beobachen wie die Biber risengroße Pappeln zu Fall bringen, wie die Graureiher auf den Feldern nisten, wie der Wind uns fast Flügel verleiht.

 

22. April

Wo kommt der Spargel für unsere Nation her? Wir sind uns sicher: Aus der Jülicher Börde. Endlose Felder säumen unseren Weg, wir treffen kaum einen Menschen und fühlen uns wie auf der Route 66. Wir entdecken kleine Ruheoasen in den Rurauen, entgehen knapp einer Verstrahlung im KFA Wäldchen am Kernforschungszentrum in Jülich und reiten am Fuß der Sophienhöhe, des wohl höchsten künstlich aufgeschütteten Berges weit und breit, entlang.

 

23. April

"Müssen wir da wirklich lang?", fragt Nantos und schüttelt den Kopf.
Wenn es nach dem hübschen Blondschopf ginge, würden wir einfach mitten im Feld stehen bleiben und den Rest des Tages mit Fressen verbringen. Dabei gibt es noch so viel zu entdecken: Die Rapsfelder rund um Linnich, die golden in der Sonne leuchten, die kleinen Dörfer, das Schloss Tüschenbroich und nicht zuletzt die wunderbaren Reitwege im Merbecker Forst. "Nagut, überzeugt", meint Nantos und trottet gemütlich voran. Wir schauen uns an und müssen lachen. Es war ein toller Ritt!

Mein persönliches Fazit nach den drei Tagen Stafette von Kreuzau nach Wegberg: Man kann aus jeder Landschaft - auch wenn sie wie unsere
von der Agrarindustrie und vom Braunkohletagebau geprägt ist - etwas Schönes machen. Perlen finden sich überall - und sei es in der Gruppe
als solcher.

 

Etappe 5: von Wegberg nach Billerbeck

24. April

Bei tollem Wetter starten wir am Morgen nach Brüggen. Durch schöne frühlingshafte Wälder, vorbei an endlosen Spargelfeldern die mit Folie abgedeckt sind. Für Pablo und Alessa ein Erlebnis.Besonders als in den Feldern auch noch Spargelernter wie Ameisen unterwegs waren.

 

25. April

Von Brügen nach Straelen. Bei durchwachsenem Wetter starten wir in Brüggen nach Straelen entlang durch das Spargelanbaugebiet und dem Grenzwald zu Holland.

 

26. April

Von Straelen nach Saalhoff. Heute sind wir zu unserer längsten Tour gestartet. Hier im Anbaugebiet von Gemüse und Blumen ging es entlang an endlosen Gewächshäusern und Sprinkleranlagen. Dann ging es entlang an kleinen Kanälen, bis ins Naturschutzgebiet der Leucht mit Wald und tollen Reitwegen.

 

27. April

Heute starten wir in Saalhoff nach Wesel.

Durch die Leucht mit den tollen Reitwegen geht es Richtung Wesel.

In Wesel machen wir kurz Rast am Rhein mit Kaffee und Kuchen und
Blick auf den Rhein. Pferd und Reiter genießen das. Danach geht's über die Rheinbrücke

 

28. April

Von Wesel geht es nach Raesfeld

Die Landschaft ändert sich. Wir gehen vom Niederrhein
an den Anfang des Münsterlands, in die Üfter Mark. Durch Wälder Moor und Auenlandschaft erreichen wir Raesfeld. 

 

 

29. April

Von Raesfeld nach Reken 

Auf unsere vorletzten Etappe sind wir durch Wälder und Täler
gegangen, mit gut ausgeschilderten und gut ausgebauten Reitwegen.

Eine Bachdurchquerung hatten wir hier auch dabei. Am Nachmittag

treffen wir in Reken ein. Vorbei am Sitz des Pferdezentrums erreichen

wir unser Domizil.

 

30. April

Das Magazin Brikada berichtet:

>zum Online-Bericht

 

 

30. April

Von Reken nach Billerbeck

Unsere letzte Etappe führt uns von Reken nach Billerbeck. Wir reiten in die Hohe Mark, im Westmünsterland. Dieses Naturschutzgebiet liegt am Rande des Ruhrgebiets. Auch hier finden wir gut ausgeschilderte Reitwege. Vorbei an Coesfeld erreichen wir unser Ziel. Hier endet für uns die Stafette nach 7 Tagen und ca. 210 km übergeben wir das Staffelholz.

 

"Die Wanderreiter-Akademie" – das Buch von Herbert Fischer

(2. Auflage) > mehr

Ausrüstung für
die Reise zu Pferd

Funktionaler Stiefel für Wanderreiter > mehr

Handgefertigte Pelerine –
Wind- und Wetterschutz
> mehr